Empirische Funktionen
1. Untersuchen von Funktionsgraphen
Vielfach werden
Funktionen durch empirische (= durch Erfahrung gewonnene) Daten gebildet. Man
nähert die Daten die sich aus dem Experiment ergeben durch eine "passende "
Kurve oder Funktionslinie an. In den folgenden Arbeitsblättern sind derartige
Beispiele aufgeführt. Alle Fragestellungen beziehen sich immer auf die
eingezeichneten Linienverläufe. Neben diesen ist oft noch die Menge der
empirischen Datenpunkte eingetragen.
Bearbeite diese Arbeitsblätter in Gruppen.
Arbeitsblatt 1 Arbeitsblatt 2 Arbeitsblatt 3 Arbeitsblatt 4 Arbeitsblatt 5 Arbeitsblatt 6 Arbeitsblatt 7
2. Analysieren und Auswerten 2-dimensionaler Zusammenhänge
Der Durchhang ist abhängig von der Temperatur. Um diesen Zusammenhang zwischen 2 Datenreihen zu untersuchen stellen wir die Daten graphisch dar. Für die Eingabe mit Derive haben wir folgende Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen:
1. Punkte müssen in der Form [x,y] eingegeben werden.
2. Mehrere Punkte können in der Form [[x1,y1],[x2,y2],x3,y3],.....[xn,yn]] eingegeben werden.
3. Einfacher wird die weitere Arbeit durch Zuordnung zu einem Namen
Punkte:=[[x1,y1],[x2,y2],x3,y3],.....[xn,yn]]
4. Anstelle der inneren Klammern kann man auch mit Strichpunkten arbeiten:
![]()
Die derart eingegebenen Daten erscheinen als Matrix = " rechteckiges Schema " . Dabei bedeutet jede Zeile einen Punkt .

Den Einstellungen im Grafikfenster (F11) entsprechend werden die erhobenen Daten als Punkte in einem 2-dimensionalem Koordinatensystem gezeichnet.

Die Analyse der Daten lässt darauf schließen, dass der Verlauf in gewisser Weise einer Gesetzmäßigkeit folgt - wir fragen nun nach dieser Gesetzmäßigkeit. Wenn wir diese finden können wir auch nicht erhobene Zusammenhänge feststellen ( Prognose ) !! Derive stellt dafür die Funktion FIT zur Verfügung. Diese verlangt eine Matrix deren 1.Punkt der Form [x, f(x)] ist. Derive versucht dann eine Kurve mit Gleichung y=f(x) zu finden, deren Graph möglichst wenig von den geg. Punkten abweicht !
Da hier offensichtlich kein geradliniger => linearer Verlauf erkenn bar ist. versuchen wir es mit einer Parabel. Diese hat als Grundgleichung
f(x):=ax2+bx+c
Die Koeffizienten a,b,c bestimmen dabei über den Verlauf dieser Kurve. Mit der nachfolgenden Eingabe teilen wir Derive mit die in der Matrix festgelegten Punkte durch die im ersten Punkt definierte Funktion zu nähern.
![]()
Wenn man diesen Ausdruck vereinfacht
erhält man:

Nun definieren wir dies als Funktion von x und ordnen für weitere Untersuchungen einen Namen zu :

Zeichnet man nun die erhaltene Kurve so ergibt sich:

Wir sehen, dass sich die mit FIT ermittelte Kurve sehr gut an die Daten " anschmiegt " !
Die Kurvenpunkte können mit einer gewissen " Unschärfe " (die hier allerdings als sehr klein erscheint) zum Abschätzen von Zwischenwerten verwendet werden. So wurde kein Datenpunkt mit Temperatur x=23 gemessen, trotzdem können wir aus der Kurve einen Wert für den Durchhang ermitteln:

Hausübung: Analysiere nun analog weitere Beispiele:
| Definiere die Punktmatrix (= Wertetabelle) | |||||||
| Zeichne die Punkte | |||||||
Entscheide
ob gekrümmt oder geradlinig
|
Stelle den
notwendigen Durchhang d eines Seiles für die angegebene
Spannweite als Funktion der Temperatur in Form des
Funktionsgraphen dar! Achte auf eine sachgerechte
Darstellung! Inter.
pretiere die Monotonie der Funktionen! .
Stelle den
notwendigen Durchhang d eines Seiles bei einer vorgegebenen
Temperatur als Funktion der Spannweite in Form des
Funktionsgraphen dar! Achte auf eine sachgerechte
Darstellung! Interpretiere die Monotonie der Funktionen!
Gib die
Abhängigkeit des Lichtstromes (in Lumen) von der
Lampenleistung (in Watt) einer Leuchtstofflampe des
angeführtE1n Typs in Form eines Funktionsgraphen an! Achte
auf eine sachgerechte Darstellung! Interpretiere die
Monotonie der Funktionen!