Indirekte Proportionalität
EX1:
Ein
Testfahrzeug bewegt sich gleichförmig auf einer 200 m langen Teststrecke. Die
zum Zurücklegen der Strecke erforderliche Zeit hängt von der Geschwindigkeit
des Fahrzeuges ab. Bei v = 5 m/s beträgt diese Zeit 40 s .Wir stellen die
Funktion auf, die jeder Geschwindigkeit v eine Zeit t(v) zuordnet:
Wir überlegen:
Wegen t=200/v gilt 200 = v*t. Das Produkt der beiden betrachteten Größen ist konstant !
Die Funktionsgleichung kann daher etwa als t(v):=200/v definiert werden, tabelliert und gezeichnet werden:
Aufstellen einer Wertetabelle:
| Ohne Beschriftung - zum Zeichnen : WERTE(start, ende, abstand) := VECTOR([x, T(x)], x, start, ende, abstand) | |
| oder WERTE(start, ende, abstand) := TABLE(T(x), x, start, ende, abstand) | |
| Mit Beschriftung für Textausgabe:TABELLE(start, ende, abstand) := APPEND([ x ,T(x) ], WERTE(start, ende, abstand)) | |
| Hinweis: Der Vektor [x,t(x)] muß als [[x,t(x)]] eingegeben werden !! |

![]() |
![]() |
| Der
Verlauf der Kurve entspricht einer Hyperbel.
|
DN: Produktgleiche Größen
heißen indirekt proportional. Der Zusammenhang wird durch die Gleichung
beschrieben.
In unserem Fall ist a = 0 und d = 0.
Merke: Direkt proportionale Größen sind quotientengleich, indirekt proportionale Größen sind produktgleich.
Daher:
| Direkt proportional | Indirekt proportional |
| y/x = k | x*y=c |
| Der Proportionalitätsfaktor k wird aus einem bekannten Paar (x,y) bestimmt! | Der Proportionalitätsfaktor c wird aus einem bekannten Paar (x,y) bestimmt! |
Bearbeite jetzt genauso:
EX2:
In
einem Internat kommt man mit einem Mehlvorrat von 720 kg je nach dem täglichen
Verbrauch verschieden lang aus. (Bei einem täglichen Verbrauch von 12 kg kommt
man beispielsweise 60 Tage lang aus.)
a)
Jedem Tagesverbrauch x wird die Zeit t(x), die man auskommt, zugeordnet.
Stelle die Funktion mit t(x) durch einen Term und durch einen Graphen dar.
b)
Wie lange kommt man bei einem Tagesverbrauch von 16 kg aus?
c)
Bei welchem Tagesverbrauch kommt man 24 Tage aus?
d)
Welche Proportionalität liegt hier vor und welche Idealisierungen liegen
dieser g zugrunde?
EX3:
Das
Boyle-Mariottsche Gesetz besagt: Bei gleichbleibender Temperatur ist das Volumen
eines idealen Gases zum Druck indirekt proportional.
EX4:
Für
die Gesamtkosten K(x) bei der Erzeugung von x Geräten in einem Betrieb gilt K(x)
= 12000x + 450000.
Die Stückkosten
für die Erzeugung eines Gerätes betragen:
S(x)
heißt
Stückkostenfunktion. Erstelle eine Tabelle und zeichne den Graphen !
EX5:
K0(x)
= 18000x, K1(x) = 15000x + 200000, K2(x) = 10000x + 400000.
Erstelle
die zu den gegebenen Funktionen gehörenden Stückkostenfunktionen (Terme,
Graphen).
a) Erkläre das Ergebnis bei S0(x).
b) Welche Werte können die Stückkosten
jeweils nicht unterschreiten?
c) Bei welcher Produktion x wären die Stückkosten
K1(x) und K2(x) gleich? Wie ändern sich die Stückkosten bei den drei
Produktionen, wenn die Produktion x stark absinkt? Vergleiche insbesondere mit
der kapitalintensiveren Produktion nach K2.